Berauschende Bienen

Berauschende Bienen

Buchbesprechung

Der Solothurner «Nachtschatten Verlag» hat ein lesenswertes Büchlein veröffentlicht, in welchem der Norddeutsche Fabian Kalis (30 Jahre junger Berufsimker) seine umfassende Recherche rund um «Mythologie, Folklore und um psychoaktiven Honig» zusammenfasst. Kalis ist kein Soziologe, kein Historiker, kein Chemiker dafür begeisterter Autodidakt. (Bekanntlich können es solche in jeder Disziplin sehr weiter bringen.) So wagt er nicht nur historische Abhandlungen und kulturelle Deutungen, sondern auch chemisch-biologische Analysen und gar Selbstversuche.

Kalis steht dabei zur Begrenztheit «seines» Wissens und zeigt auf, wo weiter recherchiert, geforscht werden könnte. Das weckt Interesse und macht Lust auf mehr.

Besonders spannend sind seine Abhandlungen zu «Honig aus psychoaktivem Nektar und Honigtau», sowie zu Honig als «Aphrodisiakum». Es ist zwar gesetzlich verboten, Honig in irgendeiner Weise als Medikament anzupreisen. Trotzdem darf nicht übersehen werden, dass Honig bestimmte chemische und biotische Inhaltstoffe aufweist, die je nach Tracht und Sorte unterschiedlich zusammengesetzt sind. Und diese Zusammensetzungen erzielen unterschiedliche Wirkungen bei der Einnahme.

Fabian Kalis erzählt von «Tollhonig» vom Schwarzen Meer und von «Xtabentun» aus Yucatan. Er zeigt auf, dass Alpenrosenhonig in hoher Dosis eine berauschende Wirkung erzielt und dass Lavendelblütenhonig eine leichte Wirkung auf den Geist nicht abzusprechen ist.

Wie bereits gesagt: Kalis Text ist kein wissenschaftliches Buch. Und Kalis ist in seinen Formulierungen entsprechend vorsichtig. Trotzdem ist es inhaltlich hochwertig. Der Autor hat es geschafft, dass jeder Honigexperte und jede Honigexpertin bei der Lektüre noch mindestens etwas dazulernen kann.

Kalis, Fabian (2020): Berauschende Bienen – Mythologie, Folklore & psychoaktiver Honig. Nachtschatten Verlag, Solothurn. ISBN: 978-3-03788-597-0

Wege aus der genetischen Wüste

Wege aus der genetischen Wüste

Der fortschreitende Verlust an Biodiversität betrifft auch die Honigbienen. Die Selektion der Königinnen in Richtung Honigleistung, Sanftmut und Wabensitz haben den Gen-Pool reduziert. Zudem hat der Siegeszug der «Apis mellifera carnica» andere Honigbienen-Rassen fast zum Verschwinden gebracht. Dieser «Verarmung» muss sinnvollerweise Einhalt geboten werden.

Die Problematik erinnert an die Thematik der Rinder-Rassen. Schaut man nur auf die Milchleistung, würde es wohl bald nur noch «Hosteiner», schaut man nur auf die Fleischproduktion bald nur noch «Charolais» geben. Unter den Honig-Bienen hat sich in dieser Weise die «Apis mellifera carnica» hervorgetan. Es sei an dieser Stelle klipp und klar gesagt, dass die «Carnica» so natürlich wie alle anderen Bienen ist und darüber hinaus zahlreiche herausragende Eigenschaften aufweist. Nicht von ungefähr wird sie darüber weltweit eingesetzt und ist ein eigentlicher Exportschlager Kärntens und Sloweniens. Kaum eine Honig-Biene dieser Welt weist vergleichbar vorteilhafte Eigenschaften auf.

Ursprüngliche Verbreitung der westlichen Honigbienen Bild: Karl Udo Gerth, CC BY 3.0 , via Wikimedia Commons

So verdrängte die «Carnica» nicht nur in unseren Breitengraden die lokalen Bienen. Nördlich der Alpen herrschte bis vor 100 Jahren die «Apis mellifera mellifera» oder auch «dunkle europäische Biene» genannt und südlich die «Apis mellifera ligustica» oder auch «Italienische Biene» vor. Heute sind diese lokalen Rassen weitgehend verdrängt worden, aber nicht verschwunden. In der Schweiz bildet insbesondere der Kanton Glarus eine geschlossene Population dunkler Bienen. Die «Dunkle Biene» hat einige Eigenschaften, die gewisse Vorteile gegenüber der gelben «Carnica» bringen. So ist sie weniger anfällig auf Temperatur- und Witterungsschwankungen, weil sie einfach viel vorsichtiger auf- und ausbaut. Sie fliegt zudem bei niedereren Temperaturen.

Nur schon aus nutzenorientierten Überlegungen scheint es sinnvoll zu sein, im Hinblick auf die klimatologisch unsichere Zukunft ein Höchstmass an Biodiversität zu erhalten. Niemand weiss heute, welche natürliche Eigenschaft in Zukunft eventuell überlebenswichtig werden wird. Die Natur hat ausgehend von der letzten Eiszeit und nördlich des Mittelmeers eine beeindruckende genetische Vielfalt der Honigbiene entstehen lassen. Diese Vielfalt sollte sinnvollerweise erhalten bleiben.

Verschiedene Organisationen haben sich dieses Ziel auf die Fahne geschrieben. Die Dachorganisation «SAVE Fundation» und ihr Mitglied «Pro Specie Rara» setzen sich ganz allgemein für den Erhalt der Biodiversität bei Zuchttier-Rassen ein. «Mellifera.ch» hat sich den Erhalt und der Weiterentwicklung der «dunklen Biene» auf Schweizer Boden zum Ziel gemacht.

aktuelle Verbreitung der Rassen in der Schweiz

Nur schon aus nutzenorientierten Überlegungen scheint es sinnvoll zu sein, im Hinblick auf die klimatologisch unsichere Zukunft ein Höchstmass an Biodiversität zu erhalten. Niemand weiss heute, welche natürliche Eigenschaft in Zukunft eventuell überlebenswichtig werden wird. Die Natur hat ausgehend von der letzten Eiszeit und nördlich des Mittelmeers eine beeindruckende genetische Vielfalt der Honigbiene entstehen lassen. Diese Vielfalt sollte sinnvollerweise erhalten bleiben.

Verschiedene Organisationen haben sich dieses Ziel auf die Fahne geschrieben. Die Dachorganisation «SAVE Fundation» und ihr Mitglied «Pro Specie Rara» setzen sich ganz allgemein für den Erhalt der Biodiversität bei Zuchttier-Rassen ein. «Mellifera.ch» hat sich den Erhalt und der Weiterentwicklung der «dunklen Biene» auf Schweizer Boden zum Ziel gemacht.

Anfällig auf Varroa sind die gelbe und die dunkle Honigbiene. Auch kaum eine andere westliche oder auch östliche Honigbiene – woher die Varroa-Milbe stammt – ist geschützt. Die Forschung ist dabei, Lösungen zu suchen. Einen sehr interessanten Beitrag leistet hier Imker Carlo Amodeo aus Sizilien. Er stiess vor 25 Jahren auf vergessene Völker der «Apis mellifera sicula». Sie hatten ohne Behandlung – was eigentlich unumgänglich ist – überlebt. Er schloss auf eine gewisse Resilienz der Rasse gegenüber Varroa und begann ein eigenes Zuchtprogramm auf der Insel Filicudi. Von dort aus versucht er seine Biene in West-Sizilien zu verbreiten. Das Schweizer Fernsehen srf widmete seinem Engagement eine sehenswerte Dokumentation.

Von der Massentierhaltung zur artgerechten Bienenhaltung

Von der Massentierhaltung zur artgerechten Bienenhaltung

In Fachkreisen besteht rund um die Honigbiene seit einiger Zeit eine Diskussion, die bezüglich der allgemeinen Nutztierhaltung schon lange geführt wird: Es geht dabei um die Frage der artgerechten Haltung und deren Wirtschaftlichkeit.

Wer wissen will, wie Honigbienen artgerecht leben, muss sie in der Natur beobachten. Das ist leichter gesagt als getan. Denn wild lebende Honigbienen-Völker sind sehr selten. Fündig wird man am ehesten in hohlen Baumstämmen, ihrem natürlichen Habitat. Hohle Bäume sind es denn auch, welche die Bienen seit 45’000’000 Jahren für ihr Überleben nutzen.

Wilder Bienenstock

Die «Zeidlerei» ist eine Form der Haltung halbwilder oder gänzlich wilder Honigbienen-Völker in Bäumen. Diese «Waldimkerei» breitete sich im Spät-Mittelalter von Russland über Polen nach Deutschland aus. In jener Zeit war der Honig ein wertvolles Nebenprodukt der Bienenwachs-Produktion. Das Wachs wiederum wurde für Kerzen verwendet. Die extensive und wenig effiziente Bienenhaltung rechnete sich bei geringsten Lohnkosten irgendwie. Mit der Reformation und der Entdeckung Amerikas ging sowohl der Wachsverbrauch als auch die Nachfrage nach Süssstoff zurück, weil nun billiges Zuckerrohr zur Verfügung stand. Die Zeidlerei verschwand dahin, woher sie gekommen war: in die weiten Wälder Russlands, wo es sie noch heute gibt.

Nürnberger Zeidler auf der «Jagd» Bild:Wikipedia

Die heute vorherrschende Honigproduktion in Kasten oder Beuten entspricht kaum dieser natürlichen Lebensweise. Sie wird von manchen darum auch etwas polemisch als ‘manipulierte Massentierhaltung mit Medikamenten-Missbrauch’ beschrieben. Biologe Torben Fischer hat sich einen Namen gemacht in der Erforschung der Honigbiene. Mit seiner Forschung konnte er zeigen, was Bienen krank bzw. resilient macht.

Insbesondere die physikalischen Eigenschaften der Kasten/Beuten machen den Honigbienen zu schaffen, so Fischer. Die grossen Volumina der Hohlräume nötigten die Völker zu einer zu grossen Population, was wiederum die Belastung durch die Varroa-Milbe verstärke. Zusätzlich würden die Völker viel Energie verlieren beim Beheizen der grossen Hohlräume. Styropor- bzw. behandelte Holz-Oberflächen würden keine Luftfeuchtigkeit absorbieren, was wiederum zu Piz- und Schimmel-Befall führe. Insgesamt sei es in den herkömmlichen Bienenkasten einfach zu kühl und zu feucht.

Torben Fischer propagiert deshalb eine Form der Bienenhaltung in sog. Klotzbeuten, die er als «Quelle des Lebens» und die auf aktueller Forschung basiert. Sie erinnert an die traditionelle Zeidlerei.

Klotzbeute 5 Meter über Boden

Die durch einen Schreiner hergestellte Klotzbeute weist auf der Vorderseite ein Flugloch mit rund 5cm Durchmesser auf. Auf der hinteren Seite besteht eine konisch zugeschnittene, verschliessbare Öffnung, bei der sich der Imker, die Imkerin Zugang zu den Waben verschaffen könnte. Der Hohlraum im Innern ist rund 1m hoch und hat einen Durchmesser von rund 20cm. Die Bienen bauen diesen wild aus. In der Tendenz legen die Bienen zuerst Honig-Vorräte im oberen Drittel und zuletzt im unteren Viertel an. Die letztgenannten könnte der Imker, die Imkerin theoretisch abernten.

Torben Fischer geht es dabei aber nicht um die Honigproduktion. Seine Empathie gilt den Bienen, nicht der Honigproduktion. Er stellt in seiner Forschung fest, dass sich das Verhalten der Bienen schlagartig ändert, natürlicher wird, wenn es von einer Beute/Magazin/Kasten in eine hölzerne Klotzbeute umgesiedelt wird. Das Holz sorgt dabei für eine geringere Luftfeuchtigkeit, weil es diese aufnimmt. Die dicken Wände isolieren. Idealerweise zieht man die Klotzbeute dann hoch auf 4 bis 5 Meter über Boden. Denn im Laufe der Jahrmillionen habe sich auch dieser Umstand als überlebenswichtig erwiesen. Mehr dazu:

Play Video

Torben Fischer zur Bienenhaltung

Torben Fischer versus Carlo Amodeo oder: naturnahe Bienenhaltung versus Erhalt der Biodiversität

Torben Fischer versus Carlo Amodeo oder: naturnahe Bienenhaltung versus Erhalt der Biodiversität

Stellungnahme von Christian Arnold zu den Fachtexten „Wege aus der genetischen Wüste“ und „von der Massentierhaltung zur artgerechten Bienenhaltung“ (beide Rubrik Wissen bzw. Umweltpolitik)

Leider nicht sehr praktisch: Die Klotzbeuten

Die herkömmliche Bienenhaltung befindet sich ein Stück weit in einer Sackgasse. Die Bienenbestände lassen sich nur dank starker menschlicher Eingriffe aufrechterhalten. Die Ausfälle sind trotzdem recht hoch. Zudem bringt der Klimawandel weitere Unwägbarkeiten. Es ist schon klar, dass man die beiden im Titel der Stellungnahme benannten Bienen-Freunde nicht gegeneinander ausspielen soll und kann. Fischer plädiert für eine naturnahe Haltung der Bienen in hölzernen Klotzbeuten. Amodeo betreibt eine eigenes Zuchtprogramm zum Erhalt der lokalen, sizilianischen Biene, die eine gewisse Resilienz gegenüber Varroa zeigt.

Als Imker bin ich froh, dass es beide Experten gibt. Sie leisten Grossartiges. Als Honighändler bin ich aber eher bei Amodeo. Denn er zeigt mir auf, dass es auch in Zukunft noch möglich sein wird, Honig zu ernten, dieses wunderbare Naturprodukt zu geniessen. Fischers Herangehensweise scheint mir eine Abkehr von der Honigproduktion zu sein. Denn Klotzbeuten lassen sich weder effizient noch bezahlbar handhaben. Wenn überhaupt, so können nur geringste Mengen Honig geerntet werden. Ein ökonomischer Kilopreis käme wohlmöglich bei CHF 100.- oder mehr zu liegen. Honig würde zu einem Luxusprodukt für Begüterte werden. Durchschnittliche Haushalte hätten keinen Zugang mehr.

Erinnern wir uns an dieser Stelle an das im Brundtland-Bericht 1987 definierte Konzept der Nachhaltigkeit: Es vereinigt gleichermassen ökologische wie ökonomische Anliegen, und dies in sozial-verträglicher Weise. Fischers Fokus auf die Bienen-Biologie bringt ein Maximum an Ökologie unter Missachtung legitimer ökologischer Anliegen von z.B. Berufs-Imkerinnen und -Imkern. Zusätzlich würde er in Extremis zur Angebots-Verknappung und somit zu massiv steigenden Preisen führen. Nur noch Reiche könnten echten Honig kaufen. Der Rest müsste auf Ersatz-Produkte ausweichen. Um es deutlich zu sagen: Das ist asozial. Damit ist im Übrigen nicht gemeint, dass jeder Zugang zu billigen tierischen Produkten haben soll. Tierische Produkte sind hochwertig und nicht alltäglich, sollen aber bezahlbar bleiben.

Amodeo wiederum sucht nach Lösungen die – wenn erfolgreich – mehr Ansprüche der Nachhaltigkeit erfüllen. Er bereitet seine Bienen züchterisch so vor, dass sie genetisch in der Lage sind, mit Herausforderungen klarzukommen. Er leistet dabei einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und der Produktivität. In diese Richtung möchten auch wir Honigsammler uns entwickeln. Wir haben dazu Kontakt mit «mellifera.ch» aufgenommen. Wir werden diesen Sommer unseren Bienenstand mit mindestens einem Volk der bedrängten Rasse «Apis mellifera mellifera» bereichern. Zudem werden wir Kontakt mit Carlo Amodeo und seinen Mitstreitern aufnehmen, um seinen Honig anzukaufen und so seine Sache zu unterstützen.

Torben Fischer wünschen wir weiterhin viel Erfolg bei seiner Arbeit. Wir erachten es als sehr sinnvoll, parallel zur Honigproduktion einen Bestand gesunder wilder bzw. halb-wilder Honigbienen-Völker in den Wäldern zu haben. Auch das ist eine Zukunftschance, die nicht vertan werden sollte.

Carlo Amodeo bei seiner Arbeit

Genuss mit gutem Gewissen

Genuss mit gutem Gewissen

Warum erheben wir diesen Anspruch?

1. Wirtschaftlich interessant für alle Beteiligten

Honigsammler ist bereit, den Imkerinnen und Imkern die geforderten Preise zu zahlen. Zwischen ihnen und unseren Kundinnen und Kunden stehen nur wir Honigsammler. Das erlaubt es uns zu zahlen, was erwartet wird. Wir wollen niemanden „drücken“, haben das noch nie getan und wollen auch nicht in die Situation kommen.

Wir kaufen direkt von Imkerinnen und Imkern, noch nicht einmal von Vertriebsgenossenschaften, und schon gar nicht von Zwischenhändlern. So bleibt die Marge erhalten und es reicht für alle.

2. Respektvoll im Umgang

Wir kennen die Imkerinnen und Imker die uns beliefern, haben sie mehrfach persönlich besucht und ihnen interessiert bei der Arbeit zugeschaut. Es sind alles kleinere Produzenten mit maximal 120 Völkern. Wir begegnen ihnen respektvoll. Wenn uns das was wir sehen nicht gefällt, ziehen wir uns freundlich zurück. Wir wollen niemanden ungefragt belehren.

Wenn wir einen Imker, eine Imkerin zur Zusammenarbeit einladen, bleiben wir ihr oder ihm so lange als möglich treu. Wir streben ein freundschaftliches Verhältnis an, freuen uns über die Kontakte und pflegen sie. Theoretisch wäre gar denkbar, dass wir die Kundinnen und Kunden in Kontakt mit den Imkerinnen und Imker bringen. Warum eigentlich nicht!?

3. Ökologisch verantwortbar

Zustände, wie sie vielleicht einige Kundinnen und Kunden aus dem Film «more than honey» kennen, sind für uns inakzeptabel. Es wäre andererseits unrealistisch, würden wir behaupten, unsere Imkerinnen und Imker schützten jede einzelne Biene. Wer mit Bienen arbeitet, weiss, dass es auch pragmatisch zu und her gehen muss. Was wir aber sagen können, ist, dass alle Imkerinnen und Imker, die uns beliefern, gerne Honig produzieren und darum mit ihren Völkern sorgfältig umgehen.

Sie vermeiden es zudem, dass ihre Bienen gespritzte Felder befliegen, was wir überprüfen. So sind denn auch alle diesbezüglichen Werte unter der Grenze der Nachweisbarkeit. Unsere Honige sind sauber, reine Naturprodukte.

Was uns auch am Herzen liegt, wo wir aber noch nicht ganz hingekommen sind, ist die maximal mögliche CO2-Neutralität unserer Honige. Gerne würden wir 100% des Honigs auf  Schienen transportieren lassen. Leider scheitert das noch an Unzulänglichkeiten der Logistik im Schienenverkehr. Wir wollen trotzdem Lösungen finden!

Was jeder Imker wissen muss

Was jeder Imker wissen muss

Buchbesprechung

«Die Bienenkönigin – Was jeder Hobbyimker wissen muss» und «Bienen-Werkstatt – 52 Projekte für angehende Imker»

Der renommierte Verlage Haupt, Bern hat uns zwei Fachbücher aus dem aktuellen Verlagsprogramm zugesandt, verbunden mit der Bitte um Besprechung. Wir kommen dieser Aufforderung gerne nach und bedanken uns für die interessante Lektüre.

«Die Bienenkönigin - Was jeder Hobbyimker wissen muss»

Zunächst setzten wir uns mit Hilary Kearneys Buch «Die Bienenkönigin» auseinander. Was auffällt, ist die spielerische Art und Weise mit der Kearney das Thema angeht. Die Systematik der Bienenkunde leidet etwas zugunsten der Lesbarkeit. Oder positiv formuliert: Das Buch liest sich wie Butter. Die Sachtexte sind locker verfasst, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Zudem flicht die Autorin vielfach lustige Anekdoten ein. Der eigentliche Rote Fadenbilden aber insgesamt 48 Suchbilder, bei denen der Betrachter und die Betrachterin aufgefordert sind, die Königin unter hunderten Arbeiterinnen und Drohnen zu lokalisieren. Dabei steigert Kearney die Schwierigkeit. Damit ist auch gesagt, was das Buch vermitteln will: Die Kompetenz, die Königin im Volk zu finden. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass das wirklich schwierig, für die erfolgreiche Führung der Völker aber unumgänglich ist. Die Autorin gibt dem Leser, der Leserin hierzu ein paar wirklich nützliche Tipps zur Hand. Aber lesen Sie selbst.

Kearney, Hilary (2020): Die Bienenkönigin. Was jeder Hobbyimker wissen muss. Haupt Verlag, Bern. ISBN: 978-3-258-08171-7

«Bienen-Werkstatt - 52 Projekte für angehende Imker»

Nun zur «Bienen-Werkstatt» von Kim Lehman. Es handelt sich um eine Sammlung von 52 sogenannten Projekten für angehende Imker. Was Lehman genau unter «Projekten» versteht, bleibt dem Leser, der Leserin verborgen. Einerseits sind da handfeste technische Ratschläge für die Bienenhaltung anzutreffen, andererseits aber auch einfach Bastelideen rund um die Bienenprodukte (Wachs, Propolis, Pollen, …) und Rezepte. Insgesamt erscheint und das an den Laien gerichtete Werk zu ungenau für ein Schulungsinstrument. Ein angehender Imker, eine angehende Imkerin sollte sowieso einen Einführungskurs besuchen. Nur aufgrund von Literatur funktioniert es sowieso nicht – auch nicht mit einem detaillierteren Fachbuch. Es gibt aber andere Lesergruppen, für die das Buch geradezu prädestiniert zu sein scheint. Viele Lehrerinnen und Lehrer landauf landab thematisieren zu Recht die Bienen im Unterricht. Die «Bienen-Werkstatt» liefert ihnen zahlreiche sehr kreative und lehrreiche Inputs für den interdisziplinären Biologie-, Kunst-, Werk- und Physikunterricht. Zusätzlich eignet sich das Buch aus unserer Sicht auch sehr für erfahrene Imkerinnen und Imker, die mehr aus Ihrem Hobby machen wollen. Wieso mal nicht eine Honigverkostungsparty schmeissen – wie geschildert – und so den Honigverkauf steigern?! Oder wieso mal nicht sogenannten Bienenbrot selbst herstellen? Das Machwerk enthält einige tolle Ideen und ist deshalb ebenfalls den Kauf wert.

Lehman, Kim (2018): Bienenwerkstatt. 52 Projekte für angehende Imker. Haupt Verlag, Bern. ISBN: 978-3-258-08039-0

Gute Honigernte im Frühling 2020

Gute Honigernte im Frühling 2020

Das milde und trockene Wetter im April und in der ersten Hälfte des Monats Mai bescherte den Imkerinnen und Imkern im Schweizer Mittel- und Alpenvorland eine reiche Blütenhonigernte. So konnten pro Volk bis zu 20 Kilo geerntet werden. Nach einer längeren Durststrecke wurden die Bienenhalter somit für ihre grosse Arbeit belohnt. Wie sich das auf die Preise auswirken wird, ist noch nicht abschliessend geklärt. Es ist davon auszugehen, dass diese allenfalls leicht sinken. Ob auch eine gute Sommerernte (Waldhonig) anfalle, ist ebenfalls noch nicht absehbar. Indiz hierfür ist der Läusebefall an den einschlägigen Baumarten. Immerhin seien erste Baumläuse feststellbar, so ein Vertreter des VDRB (Verband Deutschschweizer und Räteromanischer Bienenzüchter). Es darf also gehofft werden.

Quelle: srf-Tagesschau vom 23. Mai 2020

2020 – ein gutes Honigjahr

2020 – ein gutes Honigjahr

Ende Mai ist es soweit: Der Honig ist vermutlich reif für die Ernte. Doch so genau kann ich das nicht wissen. Ich ziehe die Arbeitshose an, hole den Schutzanzug aus dem Geräteschuppen, fülle den Smoker mit Tabak. Beim Bienenstand ist am frühen Nachmittag Einiges los. Die Bienen fliegen fleissig. Das Wetter stimmt. Ich entzünde den Smoker und ziehe den Schutzanzug an. Ich hebe den Deckel ab und schaue in die Bienenkiste. Die Bienen fliegen auf. Der Rauch besänftigt sie ein bisschen. Ich hebe mit dem Stockmeissel eine Wabe aus der Zarge. Die Honigzellen sind mehrheitlich verdeckelt. Das ist gut, denn nur so darf ich davon ausgehen, dass der Honig reif bzw. unter 20% Feuchtigkeit aufweist. Nun entnehme ich der Zarge eine Wabe nach der anderen und wische die Bienen sorgfältig ab. Es ist eine schweisstreibende Arbeit im Schutzanzug, die sich dahinzieht. Mein Fahrzeug füllt sich. Es riecht fein nach Honig. Es «honigt», sagen die Imker. Ich decke nach und nach die Volker wieder ab, frage mich, ob ich für die Zeit zwischen der Blüten- und Waldhonig-Tracht die Bienen noch einmal kurz füttern soll. Ich fahre die Honigernte in die Imkerei. Dort stelle ich Rähmchen für Rähmchen auf ein Gestell. Mit der «Entdeckelungsgabel» hebe ich vorsichtig die mit Wachdeckel von den Honigzellen ab. Denn ist der Honig ausreichend getrocknet, verschliessen die Bienen diese mit einer dünnen Wachschicht. Weil die Waben noch warm sind, fliesst der Honig langsam ab. Ich muss mich beeilen. Ich stelle Wabe für Wabe in die Handschleuder. Ich fange an zu drehen, erst langsam und dann immer schneller – einmal im Uhr- und dann im Gegenuhrzeigersinn. Dann drehe ich die Waben um, damit auch die andere Wabenseite geschleudert werden kann. Der Honig spritzt an die Chromstahlwände der Schleuder und fliesst nach unten ab. Immer mehr Honig sammelt sich am Boden der Schleuder und fliesst durch Abläufe in ein Sieb. Von Zeit zu Zeit muss ich dieses Sieb reinigen. Darunter fliesst der Honig in einen rostfreien Chromstahlkessel. Ist er voll, stelle ich ihn in einen dunklen, kühlen Raum. Denn der Honig muss sich nun setzen. Einige Tage später kann sind Luftblasen und die letzten Partikel an die Honigoberfläche gewandert. Ich kann mit einem Spachtel die letzten Verunreinigungen abziehen. Der Honig ist reif für die Abfüllung in die Gläser.

Verdeckelter reifer Honig und unverdeckelter unreifer Honig

Mit einer Entdeckelungsgabel werden die verdeckelten Honigzellen entdeckelt

Die Honigwaben werden von Hand und dadurch besonders schonend geschleudert

Der geschleuderte Honig fliesst den Chromstahl-Innenwänden entlang nach unten

Flüssiges Gold rinnt aus der Schleuder ab in ein Sieb

Bevor der Honig abgefüllt werden kann, muss der einige Tage kühl und dunkel lagern

Die Honigsammlerin

Nahaufnahme eine Biene

Die Honigsammlerin

«Vor nicht allzu langer Zeit, hatte ich ein seltsames Vergnügen mit einem stark behaarten Insekt. Das bräunliche, fliegende Ungestüm war weiblich und besass einen Giftstachel.»

Alle Köpfe drehten sich wissbegierig zur Edelkastanie. Die mächtige Krone wirkte einladend und majestätisch. Die kleinen, braunen stacheligen Maronen verstärkten den Charakter der eingebildeten Edelkastanie. Der schwere Duft lag in der Luft und wirkte auf die anderen Pflanzen leicht einschüchternd. Die Sonnenblume neigte ihr Haupt beschämt zu Boden. Sie empfand sich selbst als degoutant und insgeheim empfand sie ihre Grösse als leidvoll. Ihre Blüte schien ihr zu gross und sie war es satt, das schwere Haupt stehts zur Sonne zu strecken. Sie war sich nicht bewusst, dass sie an den Sommer erinnert. Nur allzu gerne wäre sie so feingliederig und zart wie eine Rose. Neben ihr rümpfte die Rose ihre Blätter. Sie hatte nichts übrig für diese Unterhaltung. Im Stillen sehnte sie sich nach der Nähe der summenden Schaffer. Sie stellte sich vor, wie die eifrigen Bienen sie mit ihrem Mundwerkzeug liebkosten. Sie errötete, wenn sie daran dachte, dass die Pollenhöschen der Bienen ihre zarten Blätter streiften. Lustbeglückt streckte sie ihre Blütentracht und schwelgte in ihren Träumen. Sie beschlich ein befremdlicher und unschöner Gedanke.  Sie wusste, dass sie nicht mit einer offenen Blüte dienen konnte. Die unnatürlich viele Blätter, versperrten den Honigsammlerinnen den Weg zum Nektar. Dieses Wissen wollte sie keineswegs mit der bedauernswerten Sonnenblume teilen. Die Rose fand, dass sie in ihrer ganzen Art auserkoren war und verstand es nicht, dass die Honigsammler die Sonnenblume bevorzugten. Sie dachte wehmütig: «Die irdische Liebe ist ein Honiglecken an Dornen.» Der kämpferische Raps meldete sich zu Wort: « Ach Edelkastanie, das ist wirklich nichts Besonderes. Die eilfertigen Bienen besuchen mich regelmässig.»
Die Edelkastanie grinste boshaft und sagte: « Weisst du, was die Bienen mit den Pflanzen so machen?» Der Raps liess nie eine Frage ohne Antwort und entgegnete: «Wenn sich eine Biene in eine Brennnessel setzt, wer sticht da wen?» Die Edelkastanie konnte diesen Kommentar nicht ausser Acht lassen und gab schnippisch zurück: «Bilde dir ja nicht ein, was Du bist. Du bist nur eine ungünstige Kreuzung
zwischen einem Kohl und einer weissen Rübe. Schweig, du von Menschen gezüchtete Pflanze.» Der Raps konnte es nicht fassen und rang nach Worten. Böse funkelte er die Edelkastanie an und schleuderte zurück: «Eine Biene, die versucht zu stechen, bringt keinen Honig mehr nach Haus.»  Bevor es ganz ausartete, meldete sich die gutmütige Tanne zu Wort: «Freundliche Worte wirken heilender auf ein mutloses Herz als Balsam oder Honig.»
Sanft raschelte die Linde im Winde und versuchte die zornige Stimmung mit ihren herzförmigen Laubblättern aufzufangen. Der süssliche Geruch, den ihre Blüten verströmten, zog die Bienen allerorts an. Die Fliederblätter der Akazie streifte die Linde, und sie versuchte, auf sich aufmerksam zu machen. Die liebliche Linde lächelte milde und liess die ungeschickte Berührung zu. Sie wusste, dass die elegante Maserung in Sache Festigkeit und Härte selbst eine Eiche hinter sich liess. Sie bewunderte die Akazie und schätzte ihren Duft. Es war für die Bienen kein Geheimnis, dass die Akazie einen sehr hohen Pollen- und Nektargehalt aufweisen konnte. Von Ferne konnte man das vertraute Summen der Bienen erahnen. Die hiesigen Pflanzen entfalteten ihre Blüten. Eine dieser Bienen ruhte sich auf der Blüte der Sonnenblume aus und trank den Nektar der Pflanze. Das Gemüt der Sonnenblume erhellte sich, und sie genoss die Nähe des Insekts. Die Sonnenblume begann zaghaft ein Gespräch: «Wie schön, dass du mich auserwählt hast.» Die Honigsammlerin betrachtete sie aufmerksam und sagte: «Die Düfte sind die Gefühle der Blumen. Du bist hell wie die Sonne, dich kann man ja gar nicht übersehen. Darf ich mich vorstellen? Ich bin ein Wunder der Natur und nenne mich die Kundschafterin.» Der Raps meldete sich zu Wort: «Ich glaube, sie trank schon zu viel Nektar.» Die Biene legte den Rüssel zur Seite, weil es nichts zu sagen gab. Aber dann sah sie den Raps mit ihren fünf Augen an und sagte: «Ich bin eine Biene, die sich spielerische im Winde vernetzt und nicht selten von so sterilen Gehirnen wie dich unterschätzt wird. Aber lass dir eines sagen: Wer Honig lecken will, darf den Bienenstachel nicht scheuen.»
Die Edelkastanie streckte sich und verströmte einen übertrieben süsslichen Duft. Betont lässig sagte sie: «In einer Zeit in der Geschwindigkeit und Tempo grossgeschrieben werden, ist es umso wichtiger, sich Zeit zu nehmen.»

 

Biene auf der Suche nach Nektar

Im Stillen konnte sie es nicht abwarten, selbst dranzukommen und das Kitzeln auf ihren Blüten zu spüren. Die Honiglieferantin machte sich startklar für den Abflug und summte vor sich hin:
«Ich nehme Nektar und Pollen als Kost- und Geruchsprobe in den Stock mit und tanze diese Information meinen  Stockgenossinnen vor. Der Raps konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Wie sieht denn der Tanz einer heissen Biene aus? Die Bienenameise gab zur Antwort:
« Unsere Tänze nennen wir Schwänzeltanz, Rundtanz  und Trachttanz.
Das Wirbeltier hob sich in die Lüfte und verschwand in der Ferne. Die Tanne sah ihr nach und gab nachdenklich zu verstehen: « Wir befinden uns in der Natur,
und es gibt keinen Menschen weit und breit. Der Sonnenschein wärmt uns auf und die Tannnennadeln liegen auf Mutters Erde.
Was gibt es Schöneres als den
Waldhonig und den Naturschutz.» Der Raps konnte das Gesagte nicht ohne den Zynismus stehen lassen: «Naturschutz, ist eine primitive Gewissensbereinigung für die Städte und Politiker und was meinst du mit Waldhonig? » Die Tanne gab bescheiden zur Antwort: «Wald- oder auch Tannenhonige sind besondere Honigsorten, die nicht aus dem Nektar von Blütenpflanzen, sondern aus dem Honigtau von Nadelbäumen entstehen. Auch möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass die Honigbienen 50 Millionen Jahre auf der Erde sind.  Ohne sie gäbe es keine Bestäubung und die Pflanzenvielfalt wäre dürftig.

Die Rose rang sich ein Lächeln ab und hakte nach: «Aber ihr stellt keinen Honig her – oder?

In der Zwischenzeit kam eine schwerfällige Hummel angeflogen und setzte sich auf die Rose.
Die Rose war nicht ganz so erfreut, ein schwerfälliges, plumpes Wesen auf ihren Blüten zu spüren. Giftig begrüsste die Rose die Hummel und sagte: «Ich brauche keine Hummel in meinen Bienenkorb.» Die Hummel bahnte sich trotzig den Weg durch die vielen Blätter und kam dann zum Nektar. Die Rose plusterte sich etwas auf und gab eine spitze Bemerkung von sich: «Sag mal Hummel, hast du eigentlich auch einen Stachel?» Die Hummel schaute auf und grinste: «Wir können mehrmals stechen und sogar beissen. Ist das nicht großartig? Die Rose rang sich ein Lächeln ab und hakte nach: «Aber ihr stellt keinen Honig her – oder? «Wir stellen schon auch Blütenhonig her, allerdings nur in geringen Mengen.» Die Rose horchte auf und wirkte beinahe interessiert: «Aber von was ernährt ihr euch im Winter?» «Im Winter stirbt unser Volk und nur unsere Jungkönigin überlebt. Sie gründet im Frühjahr einen neuen Staat.» Mit diesen Worten erhob sich die fleischige Hummel und machte sich auf den Weg.

Eine weitere Biene kam angeflogen und setzte sich auf die Blüte der Akazie. Die Akazie fragte höflich nach dem Wohlbefinden der Honigsammlerin. Die Biene sah auf und unterbrach ihr Trinkgelage: «Ganz ok, ich habe mich gerade von der Varroa-Milben Grippe erholt. Die Akazie wirkte bestürzt und sagte: « Ist dieser Virus nicht dafür verantwortlich, dass euer Volk vom Aussterben bedroht ist?» Die Biene entgegnet  gelassen: « Ich habe eine gute Genetik.»
Die Akazie hakte nach: «Was ist dein Geheimnis einer guten Genetik?» Die Biene erwiderte surrend: «Inzucht» Die liebliche Linde fasste sich ans Herz und fragte bestürzt: « Was bedeutet das genau für dich?» Das gelbschwarzer Flügeltier antworte verteidigend: «Ein bisschen Inzucht ist nicht schlimm. Das kommt in den besten Familien vor. Mein Volk hat viele Arbeiterinnenaber nur unsere Königin kommt in den Genuss der Fortpflanzung.»

Nahaufnahme eine Biene

Verstohlen sah die Akazie zur Linde und raschelte verlegen: «Ein Leben ohne Gelüste scheint mir doch ein tristes Dasein zu sein.» Die Linde verzweigte sich mit der Akazie und streichelte sie mit ihren herzförmigen Blättern. Interessiert fasste sie zusammen: «Also, nur die Königin hat das Recht unter dem Herzen ein Kind zu tragen und daraus entsteht euer Volk? Die Honigbienelächelte und bejahte: «Unsere Königin unternimmt gelegentliche Hochzeitsreisen und hat in dieser Zeit jede Menge männliche Bekanntschaften. Der Raps horchte auf und sagte: «Eine Sex-Reise! Das ist ja mal eine Idee. Wie sehen diese Bekanntschaften denn aus?»

Die Biene wurde etwas verlegen und meinte: «Ich weiss nicht, ob ich darüber reden sollte.
Immerhin rede ich da von meiner Königin und ihrem Paarungsverhalten. Die Edelkastanie beugte sich mit den Ästen nach vorn und meinte: « Ach, das ist doch keine grosse Sache. Wir können schweigen.» Die Honigsammlerin liess sich überreden und begann zu erzählen: 

«Die Drohnen (männlichen Bienen machen sich an unsere Königin von hinten ran und haben Sex in der Luft. Bei der Ejakulation reisst der Penis des Mannes ab, der zukünftige Vater der Kinder stützt in die Tiefe und stirbt bald darauf. Der Penis bleibt in der Königin stecken. Dann kommt der nächste Erzeuger der sein Glück versucht und stirbt wie sein Nachfolger. Dies geschieht in der Regel zehn- bis fünfzehnmal. Schwerbeladen mit den Samen kommt die Königin nach Hause und legt in ihrem Brutnest ihre Eier ab. Bestürzt lauschten alle dieser Geschichte.
Die Honigsammlerin wirkte verlegen und brummte: « Nun, der Liebesakt klingt jetzt nicht besonders romantisch. Aber ihr dürft nicht vergessen, der Traum vieler Männer ist es, beim Sex zu sterben. Doch diesen Wunsch bleibt ihnen meist vergönnt. Ein verhaltenes Lächeln zeigte sich und da meldete sich der Raps zu Wort: « So primitiv sind wir nun auch wieder nicht. Wir Männer haben durchaus auch unsere Fähigkeiten und leisten unseren Beitrag.» Die Honigsammlerin hob schelmisch den Kopf und grinste, «das tut ihr auf jeden Fall», und flog in ihr matriarchal regiertes Bienenvolk zurück.

Honigsteak

Honigsteak

Honigsteak ist ein Gericht das immer gelingt.

Zutaten

für 4 Personen

Div.


20g

10

1.25dl

2

4EL

4

Prise

4El

Prise

etwas

Paprikas, Tomaten, Maiskolben; Bohnen, Auberginen

Zwiebeln

Butter

Oliven/Champignons

Rindsboullion

Tomatenmark

Bratöl

Filétsteak vom Rind und Schwein

Salz

Honig

zerstossene Pfefferkörner

Peterli

Zeit

ca. 30 Minuten

Schwierigkeitsgrad

Zubereitung

1.

Paprikas, Tomaten, Maiskolben; Bohnen, Auberginen und Zwiebeln zerhacken und alle mit Olivenöl anbraten.

2.

Oliven sowie Pilze in Scheiben schneiden und 5 Minuten mitdünsten. Alles mit heisser Bouillon übergiessen

3.

Öl stark erhitzen und Filets scharf anbraten und diese dann aus der Pfanne nehmen, salzen und eine Seite dick mit Honig bestreichen und mit dem zerstossenen Pfeffer panieren.

4.

Filets noch einmal in die Bratpfanne geben und 1 Minute braten.

5.

Filets mit der Honigseite nach oben auf die Teller legen, das Gemüse daneben anrichten und alles mit geschnittenen Peterli garnieren.